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Beim 7. Petzower Sanddornfest steht die Orange des Nordens wieder im Mittelpunkt
Termin: Auftakt am Sonnabend, 4. September
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Zeit: 11.00 Uhr

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Jens-Uwe Schade Pressesprecher
www.mil.brandenburg.de
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Ort: Frucht-Erlebnis-Garten Petzow, Christine Berger,
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Fercher Str. 60, 14542 Werder
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Kontakt: Telefon unter: 03327/ 46 91 0
Sandokan – Christine Berger
siehe auch : www.sanddorn.net
Christine Berger – Grüne Woche 2010
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weitere Hintergrundinformationen
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Petzow – Im Anbau und in der Verwertung ist Sanddorn eher ein Nischenprodukt. In Brandenburg aber kommen die gesunden Beeren groß raus, vor allem in diesem Jahr, wenn das Land Gastgeber des ersten europäischen Sanddornkongresses sein wird. Einen Vorgeschmack gibt es – im Wortsinn – am kommenden Wochenende (4. und 5. September), wenn in Petzow im mit Abstand größten brandenburgischen Anbaugebiet für die Beeren, das 7. Sanddornfest startet.
Markttreiben und Programm sind an beiden Tagen der „Orange des Nordes“, wie der Sanddorn auch bezeichnet wird, gewidmet.
Sanddorn steht heute weniger „im Sand von Hiddensee“, wie Nina Hagen sang, sondern ist vor allem eine Brandenburger Erfolgsgeschichte. Wer heute am Ostseestrand ein „typisch maritimes“ Sanddornprodukt erwirbt, wird nicht selten als Herkunft einen brandenburgischen Hersteller feststellen – ein Beweis für die Sanddornqualität aus der Mark.
Die Wachstumskurve geht weltweit stetig nach oben. Die Anbauflächen werden ausgeweitet, vor allem in Asien. Neue Produkte sind gefragt. Doch haben viele Länder noch Probleme mit der Qualität. Da in Deutschland Sanddorn fast ausschließlich in Bioqualität angebaut wird, hat Sanddorn „made in Germany“ besonders gute Chancen.
Landesweit sind derzeit 268 Hektar mit Sanddorn bepflanzt. Spitzenreiter sind Potsdam-Mittelmark mit 185,6 Hektar, Ostprignitz-Ruppin mit 21,9 Hektar, Märkisch-Oderland mit 19,7 Hektar, Oder-Spree mit 15,5 Hektar. Es folgen der Barnim mit 11,6 Hektar, Teltow-Fläming mit 9,5 Hektar, das Havelland mit 2,4 Hektar, Frankfurt (Oder) mit 2,1 Hektar.
Am Sonnabend stellt sich erstmals das neu gegründete Sanddorn-Netzwerk vor. Im Zeichen des Sanddorns haben sich Fachleute aus der Praxis und der Forschung aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zusammengeschlossen. Mit der Gründung des Netzwerks werden marktgängige Sorten verbessert und die Technologie bei Anbau und Verarbeitung verbessert.
Der erste europäische Sanddornkongress wirft seine Schatten voraus. Er wird am 2. und 3. Dezember in Potsdam im Brandenburger Agrarministerium tagen.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Sanddorns ist wahrscheinlich Zentralasien, von wo aus der Heilbringer in Richtung Europa kultiviert wurde. Seine Ansprüche an Boden sind Null. Es gilt der ansonsten eher ungewöhnliche Grundsatz: Karger Boden – bester Wuchs; bester Boden – schlechter Wuchs. Die Beeren enthalten eine geballte Ladung der Vitamine A, B, C, E und K, ungesättigte Fettsäuren, Mineralien und andere Spurenelemente. Der Vitamin C-Gehalt übertrifft den der Zitrone um das Zehnfache. Neben allen möglichen Anwendungen in Nahrungsmitteln gibt es auch eine breite Palette von kosmetischen Rezepturen auf der Basis von Sanddorn.
Doch macht es der Sanddorn nicht leicht, seine guten Seiten kennen zu lernen: Bei Anbau und Verarbeitung verhält er sich geradezu kratzbürstig. Erschwert wird die Nutzung auch dadurch, dass es beim Sanddorn „Männer“ und „Frauen“ gibt, die erst einmal zueinander kommen müssen, damit Beeren reifen.
In Brandenburg feilen Landwirte seit den Achtzigerjahren an der besten Anbaustrategie – vor allem auch in Petzow. Ziel war es, die Sanddornbeeren zu vitaminreichen Säften und Nektaren zu verarbeiten. Eine wesentliche Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg dieser Anlagen war die Pflanzung der DDR-Sorten „Leikora“ und „Hergo“, die immer noch im Anbau sind. Weitere DDR-Züchtungen (ab 1971, aus der Baumschule Dresden) sind „Auslese Rügen“, „Dorona“, „Pollmix“, „Asola“, „Frugana“.
Was bei der Familie Berger in Petzow 1993 mit dem Handel von in Lohnunternehmen verarbeiteten Sanddornprodukten begann, ist zu einem mehrfach ausgezeichneten Wildfruchtbetrieb mit eigener Produktion und Erlebnisbereich herangewachsen. Hergestellt werden unter anderem Sanddornsäfte, Sanddorn-Fruchtfleischöle, Sanddorn-Kernöle, Sanddorn-Pulver, Sanddornsirup, Sanddorn-Sonnenschutz, Marmeladen, Weine, Brände.
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siehe auch :
weiterer Blogeintrag
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Rückblick 2009 – Sanddornerntefest
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Christine Berger – Grüne Woche 2010
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